Forschen und Entdecken

Tief im Meer, tief im Meer herrscht ein reger Fischverkehr ..

 

Herrlich war’s am Sonntag im Weltenmuseum in Hannover. Dreimal fuhr das Tauchboot Ursula in die Tiefsee – mit Odda Barten-Drachenfisch als Reiseleiterin. Jede Tour war bis auf den letzten Platz besetzt. Die gute Nachricht: Die Panoramascheiben haben gehalten! Und weil Leuchterfisch Karl-Theodor das Licht nicht ausgemacht hat,  konnten die Gäste zahlreiche Wunder der Tiefsee bestaunen: Die Vereinigte Meerschaum-AG, das Seepferdchen-Synchronballett und sogar den Schuttabladeplatz im Meer. Ein besonderes Highlight war der Besuch der Unterseespelunke Blaue Flunke. Hach, wenn man doch ein bisschen mehr Zeit gehabt hätte! Was hätte man noch alles … Aber Dienst ist Dienst und Mopsfischbier ist Mopsfischbier. Und deshalb kehrte die Ursula nach jeder Fahrt pünktlich an die Meeresoberfläche zurück.

 

Mopsfischbier und Meerschaumplätzchen …

… gibt es in der Tiefseespelunke, die tief, tief auf dem Meeresgrund liegt. Dort treiben sich Fischköppe und andere aalglatte Typen herum. Auch für die Gäste des Unterseeboots Ursula steht ein Besuch auf dem Programm. Die Tiefsee! Eine wundersame Welt weit unter der Meeresoberfläche. Voller Schönheiten und Rätsel steckt sie, voller Geheimnisse, die kaum ein Mensch je gesehen hat. Nicht ganz ungefährlich, so eine Reise in die Unterwasserwelt- bei dem Druck, der auf dem Tauchboot lastet … das knirscht ganz schön … Und dunkel ist es auch!

Zum Glück macht der Leuchterfisch Karl-Theodor endlich das Licht an! Jetzt gibt es eine Menge zu sehen. Das Seepferdchen-Synchronballett zum Beispiel. Und die Vereinigte Meerschaum-AG. Die Fabrik stellt Blasen und Schaum für die Meeresoberflächen her. Weltweit! Sie steht direkt am Riff, hinter dem versunkenen Segelschulschiff. Clownsfischwitwe Lou Salome ist durch sie reich geworden. Und weil der ganze Schriftverkehr für die Fische im Büro nur schwer zu bewältigen ist, übernimmt das Schreibbüro Krakel & Co das Briefeschreiben.

Viel zu schnell geht es zurück an die Oberfläche. Aber vorher kommt noch die Putzerfischkolonne durch und räumt so richtig auf. Der ganze Dreck landet auf dem Schuttabladeplatz im Meer. Das stinkt den Fischen ganz gewaltig … Und dann gerät die Ursula beinahe noch in die Tentakel einer riesigen Feuerqualle. Aber zum Glück kommt das Tauchboot mit seinen Gästen nach der abenteuerlichen Reise auf dem Meeresgrund wieder heil zurück.

2012 wurde die poetische Liederreise Tief im Meer uraufgeführt, jetzt gibt es eine überarbeitete Neufassung in drei Teilen im Landesmuseum Hannover zu sehen – beim Familienfest zur aktuellen Sonderausstellung Tiefsee. Leben in Dunkeln am 4.3. 2018. Teil 1 beginnt um 13 Uhr , Teil 2 um 14.30 Uhr und der dritte Teil der Reise startet um 16 Uhr. Dauer ist jeweils eine halbe Stunde.

 

Volle Windkraft voraus!

 

Manche Projekte brauchen viel Zeit, bevor sie richtig in Gang kommen. Mein Buch über Windkraftanlagen ist so ein Fall. Die Idee hatte ich schon vor Jahren, 2012 hab ich es dann zusammen mit dem tollen Illustrator Frank Tönsing und der großartigen Layouterin Tina Seehöfer zusammen auf die Beine gestellt. Komplett in Eigenregie. Zahlreiche Versuche, es unterzubringen, scheiterten, was kusioserweise auch an dem Atomunfall in Fukushima lag – der gesamte Energiesektor war im Umbruch, keiner hatte Kapazitäten für ein Kindersachbuch. Nun hat der Bundesverband Windenergie es als Broschur in sein pädagogisches Programm aufgenommen.

Einmal Gladiator sein

 

Richtiges Gladiatorenwetter herrschte am Samstagnachmittag in Hemmingen beim Leseabenteuer Römerlager – strahlender Sonnenschein und Temperaturen fast wie am Tiber. Eine ganze Menge kleine und große Besucher waren an den Ort gekommen, wo Archäologen die Überreste eines römischen Marschlagers entdeckt haben. Sie folgen Darius und Livia durch die Straßen von Rom, wo sie viele aufregende Entdeckungen machten – und hatten viel Spaß mit Oskar, Emmi und Fadil, die in ihrem Garten eine Gladiatorenschule eröffnen wollten. Foto von Thorsten Lippelt.

Über Sprachgrenzen hinaus …

Entdecker

 

… erforschen und entdecken, darum ging es beim Workshop „Entdeckertagebücher“. Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft Senkingstraße konnten den Bahnhof Hildesheim genau unter die Lupe nehmen und viele neue Entdeckungen machen. Der Nachmittag fand im Rahmen des Projektes „Über Grenzen“ statt, das vom Forum Literatur initiiert wurde. Ziel des Workshops war es, sich über Sprachbarrieren hinweg eine noch unbekannte Umgebung anzueignen, genau hinzuschauen, Entdeckungen festzuhalten und  zu benennen, aber auch darüber in Austausch zu kommen.

Ausgangspunkt und Anlaufstelle war die Bahnhofsmission Hildesheim, die das Projekt mit ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützte. Von dort aus gingen nach einer Stärkung mit Saft und Keksen 12 Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren in begleiteten Kleingruppen auf Forschungsreise durch den Bahnhof. Ausgestattet waren sie mit Stiften und Zeichenheften, in denen sie ihre Entdeckungen festhalten konnten.